Wir fragten uns, was der Wert der Firma ist
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Gabriela Manser übernahm als Quereinsteigerin den elterlichen Betrieb Goba. Ihr Erfahrungsbericht aus dem neuen Buch von Handelszeitung und Beobachter-Edition.
Aufgezeichnet von Tina Fischer
Zwei Erinnerungen prägen meine Kindheit: Wir durften nie barfuss laufen. Zu Hause lagen überall Glasscherben herum, deshalb war das zu gefährlich. Dafür konnte ich meine Freundinnen zu uns einladen und ihnen ein Fläschli Limonade offerieren. Das Geschäft war immer präsent. Am Telefon mussten wir nett sein, weil am anderen Ende vermutlich ein Kunde war. Am Mittagstisch spürte man, wenn es gut lief - oder wenn etwas nicht stimmte. Ich studierte und lebte 17 Jahre lang in einer anderen Welt: Pädagogin, Kindergärtnerin, Supervisorin. An eine Rückkehr dachte ich nicht. Als unser Vater verkaufen wollte, war mir das recht. Eine Übernahme kam weder für mich noch für meine Schwester infrage. Erst als Schulleiterin von rund vierzig Kindergärten in der Stadt St. Gallen merkte ich: ‹Hey, ich führe gern! Und ich dachte: Wenn ich mir vorstellen kann, vierzig Kindergärten zu leiten, dann kann ich auch eine Firma führen. Rückblickend war das ein wagemutiger Gedanke, aber er öffnete eine Tür in meinem Kopf. Ich sprach mit meiner Schwester. Sie fand die Idee gut. Unsere Eltern staunten, dass nach all den Jahren doch eine von uns einsteigen wollte. Dann ging ein entscheidender Prozess los: Wir liessen uns von einer externen Fachperson begleiten, und ein Jahr später lagen die unterzeichneten Familienverträge vor uns. 1999 übernahm ich 100 Prozent der Aktien.
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