Mit Gabriela Manser im Interview
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Gabriela Manser war Co-CEO und ist Minderheitseigentümerin der Goba AG. Die Goba AG, Mineralquelle und Manufaktur, gehört zu den kleinen, feinen und sehr innovativen Mineralwasserproduzenten der Schweiz. Gabriela Manser hat den Familienbetrieb seit 1999 bis Ende 2022 in dritter Generation geführt. Seit knapp einem Jahr tritt die Goba AG als erste Firma im Konsumgüterbereich neu unter dem Dach der F.G. Pfister Stiftung auf. Die Unternehmerzeitung traf Gabriela Manser zum Gespräch.
Gabriela Manser, wie geht es Ihnen – nach dem Verkauf der Mehrheit Ihres Unternehmens an die F.G. Pfister Stiftung? Tut es nicht weh, sein Baby ziehen zu lassen?
Es geht mir gut, sehr gut! Es ist eine neue Zeit für mich, in der ich mich auch noch ein bisschen am Zurechtfinden bin. Ich habe erst im Januar 2023 die Verantwortung der Geschäftsleitung abgegeben. Ich verfüge jetzt noch über ein operatives Pensum von etwa vierzig Prozent unter einem Geschäftsleitungsmitglied und bin nach wie vor VRP. Das ist eine spannende und gute Mischung.
Wie sehen Ihre Themenbereiche bei der Goba AG jetzt aus?
Kunst, Kultur, Architektur nennen wir diese. Ich war vorher vierundzwanzig Jahre zusammen mit der Geschäftsleitung verantwortlich für fast alles. Jetzt ist mein Kalender von sehr vielen Sitzungen befreit. Und ich kann mich dem widmen, was mir auch sehr am Herzen liegt: der Pflege unserer Goba-Kultur gegen innen wie auch gegen aussen, überall, wo es um Architektur geht, z. B. unser Holzbau am Firmensitz oder unsere Kunstprojekte. Als VRP bin ich sehr interessiert, wie es der Goba, der Geschäftsleitung und dem CEO Kurt Widmer geht. Da kann man nach wie vor alles mit mir besprechen, wenn Bedarf da ist.
Ist das schwierig – die Nachfolgeregelung in Zeiten zu organisieren, in denen niemand mehr Risiko übernehmen will?
Wir haben mit einigen möglichen Partnern gesprochen – mit Mitarbeitenden, mit der Geschäftsleitung und auch ein paar externen Kandidaten. Es war ein intensiver Prozess. Ein Management-Buyout hätte auch eine Option sein können, kam jedoch in dem Moment aus verschiedenen Gründen nicht infrage.
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